Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen

Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft Erftstadt

Die sozialpädagogische Lebensgemeinschaft Erftstadt bietet 2 Plätze, im Betreuungsschlüssel 2:1, für Kinder im Aufnahmealter ab 8 Jahre.

Standort

Das Einfamilienhaus befindet sich in einem verkehrsberuhigten Bereich in Friesheim, einem Ortsteil von Erftstadt, einem Ort zwischen Stadtleben und Landidylle.
Die Infrastruktur des Ortes ist perfekt durchdacht. Der Ort verfügt über einen Kindergarten mit integrativen Gruppen, die Grundschule ist im Nachbarort Erp angesiedelt und mit einem Schulbus schnell in 10 Minuten erreichbar. In 8 km Entfernung, in Lechenich, befinden sich alle weiterführenden Schulen. Im Umkreis von 15 km finden sich weiterhin drei Förderschulen.
Die Natur ist fußläufig direkt erreichbar, was zu Außenaktivitäten und Ausflügen einlädt. In unmittelbarer Nähe des Hauses findet man den Friesheimer Busch, ein Umweltzentrum, das viele Aktivitäten für Kinder und Jugendliche anbietet. Eine sportliche Betätigung ist beim Fußballspielen oder in der Kinder-/Jugendtanzgruppe möglich. Weiter Sportangebote, wie z.B. Schwimmen finden sich in weiteren Erftstädter Gemeinden.
Erftstadt verfügt über ein eigenes Krankenhaus, Therapiemöglichkeiten sind in der Nähe gegeben. Ein Physiotherapeut befindet sich im Ort, ebenso einige Ärzte, eine Apotheke und es stehen Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung. Es gibt eine katholische Kirche und eine Gemeindebücherei.
Das Dorfleben in Friesheim ist davon geprägt, dass es dörfliche Aktivitäten gibt, man gemeinsame Feste feiert und gegenseitig auf seine Mitmenschen achtet. Eine gute Nachbarschaft rundet das Bild ab.
Erftstadt ist verkehrstechnisch sehr gut an sein Umfeld angebunden. Weilerswist, Zülpich und Euskirchen sind in 5-10 Minuten mit dem Auto erreichbar ebenso wie die nahegelegene Autobahnauffahrt zur A1. Köln als Großstadt ist in 20 Minuten zu erreichen.

Räumlichkeiten

Im ca. 150qm großen Einfamilienhaus steht jedem Bewohner ein eigenes Zimmer zur Verfügung.
Auf der ersten Etage finden sich zwei Kinder./Jugendzimmer die entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner gestaltet werden können. Dort befinden sich weiterhin der Schlafraum der Betreuerin, sowie ein Bad mit Dusche.
Durch die Privatsphäre des eigenen Zimmers besteht für jeden Bewohner die Möglichkeit sich zurückzuziehen.
Das Dachgeschoss beherbergt einen ca. 40 qm Raum, der für vielfältige Angebote genutzt werden kann. Das Dach, sowie die Räume des Erdgeschosses werden gemeinschaftlich genutzt. Hier findet man eine Küche, einen Essbereich, ein Wohnzimmer mit einem Ausgang zum Garten.
Der abgeschlossene Garten, mit kleinem Eifelpool, Tiefe ca. 60 cm, lädt zum Toben oder gemütlichen Verweilen ein. Ebenso befindet sich im Erdgeschoss eine Gästetoilette.
Im Kellergeschoss/Souterrain findet man das Zimmer der jüngsten Tochter sowie ein weiteres Bad mit Dusche und Badewanne. Außerdem befindet sich dort der Hauswirtschaftsraum.

Lebensgemeinschaft

Ein ganzes Leben von und durch Kinder geprägt beschreibt die Betreuerin am besten. Als Mutter von 5 erwachsenen Kindern, mit einer beruflichen Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin mit dem Schwerpunkt Heim- und Jugenderziehung, sowie einer waldorfpädagogischen Zusatzausbildung, bietet sie einen ausgeglichenen, gefestigten Ruhepol im Alltag.
Durch viele Jahre Alltags- und Arbeitserleben gibt es reichhaltige praktische Erfahrungen im Sinne von Belastbarkeit. Eine große Ressource ist es, den Alltag in allen Facetten anzunehmen, zu organisieren und genügend Raum zu Schaffen zur persönlichen Entfaltung des Einzelnen. Ein liebevolles Umfeld sorgt für Vertrauen und Stabilität. Dies ermöglicht feste Bindungen und eine effektive Teilnahme am gemeinsamen Leben.
Im Haus wohnt derzeit noch die jüngste Tochter, die mit 19 Jahren in der Ausbildung zur Physiotherapeutin ist. Alle erwachsenen Kinder wohnen im nahen Umkreis und es besteht ein reger und regelmäßiger Kontakt. Zu den familiären Stärken zählt die gute Gemeinschaft aller und bedingungslos füreinander da zu sein.
Bei Bedarf wird die BS durch eine weitere Fachkraft unterstützt. Ab der zweiten Belegung ist eine weitere Fachkraft individuell 10 Stunden in der Woche anwesend. Dies ermöglicht den Kindern den Umgang mit einer weiteren Bezugsperson, ein wichtiger Aspekt zur Ergänzung verschiedener Ansichten und sichert auch den notwendigen Austausch und Auszeitmöglichkeiten der innewohnenden Betreuung.

Zielgruppe

Die Zielgruppe ist relativ weit gefächert und erstreckt sich auf Jungen und Mädchen ab dem 8ten Lebensjahr, die aus verschiedensten Umständen nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können.
Der sichere und geschützte Rahmen der SPLG und die Integration der aufgenommenen Kinder bieten die Chance zu langfristig positiven Veränderungen.
Innerhalb der familiären Gemeinschaft wird der individuelle Verbleib der Kinder/Jugendlichen bis zum Erreichen der größtmöglichen Selbstständigkeit im jungen Erwachsenenalter ermöglicht. Eine Aufnahme ist in der Regel für einen längeren Zeitraum angedacht um Veränderungen und Entwicklungsmöglichkeiten optimal fördern zu können.
Sowohl eine Beheimatung in einer auf Dauer angelegten Lebensform bis zur Verselbstständigung als auch die Rückführung in die Herkunftsfamilie sind jederzeit möglich. Eine dem Entwicklungsalter entsprechende Förderung wird umgesetzt. Die Lebensgemeinschaft bietet die Voraussetzung für soziales Lernen sowie individuellen Freiraum zur Selbstentfaltung des Kindes.
Die Aufnahme von 2 Kindern/Jugendlichen ist möglich

Ausschlusskriterien sind:

  • ein starker Drang zum Vandalismus
  • Drogenabhängigkeit
  • Pyromanie
  • schwere Missbrauchsfälle

Pädagogisches Konzept

Das tägliche Leben ist ein individuell zu gestaltender Prozess, der stets auf das Kind angepasst und für das aufgenommene Kind gestaltet werden muss. Im Vordergrund steht dabei der Aufbau einer stabilen, tragfähigen Beziehung.
Die Lebensgemeinschaft wird zu einem sicheren Ort. Hier wird die gezielte Förderung emotionaler, psychosozialer, kognitiver und körperlicher Entwicklung mit dem Ziel, unterstützend Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit zu entwickeln und zu erfahren.
Durch die gleichzeitig stattfindende soziale Integration im Lebensfeld der Familie ermöglicht sich sowohl die Teilhabe als auch die Entwicklung eines positiven Lebensgefühls. Dabei stehen an oberster Stelle Vertrauen, Akzeptanz, Toleranz und Humor. So wird eine positive Beziehung geschaffen und das Kind bzw. der Jugendliche erhält eine gute Grundlage zum gemeinsamen Leben.
Jedes Kind, jeder Jugendliche hat seinen biographischen Werdegang. Daher bedarf es eines individuellen Umgangs und dementsprechender angemessener Förderung.

Im Alltagsleben bedeutet dies:

  • das Erleben eines positiv besetzten und sicheren Bindungsangebotes innerhalb der Lebensgemeinschaft.
  • die Bereitstellung und Sicherstellung eines verlässlichen Lebensortes.
  • die Stärkung des Selbstwerts.
  • die Beziehungsklärung zwischen Kind/Jugendlichem und den Mitgliedern seines Herkunftssystems.
  • das Erleben und Erlernen positiver Auswirkungen des Systems Familie durch die Teilhabe an Grundwerten wie Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber Individualität, Gemeinsinn und Zusammenhalt.
  • die Gewährleistung von Beziehungskonstanz durch die tägliche und sichere Verfügbarkeit der Bezugspersonen in der Lebensgemeinschaft.
  • das Erfahren von Sicherheit, Intensität und Belastbarkeit der Beziehungen
  • das Erkennen von Ressourcen des Kindes und Jugendlichen und seiner Herkunftsfamilie unter Einbeziehung der eigenen Position und Förderung der Eigenständigkeit aus dem Erlebten.
  • die Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven.
  • Eine wertschätzende Haltung gegenüber der Herkunftsfamilie, bei Bedarf Begleitung der Besuchskontakte, Organisation und Reflexion von Besuchskontakten mit dem Koordinator, Information bzw. passende Einbeziehung der Herkunftsfamilie im Hinblick auf die Erziehungsarbeit und Entwicklungsprozesse.

Geregelte Abläufe, klare Strukturen, positive Motivation und situationsgerechte Ansätze sind eine Selbstverständlichkeit in der Familie.
Durch die Berufswahl der zweitjüngsten Tochter zur Pferdewirtin FN, besteht der dauerhafte Kontakt zum 5 Minuten entfernten Reitstall und der Möglichkeit für therapeutisches, aber durchaus auch sportlich ambitioniertes Reiten und den Umgang mit gut ausgebildeten, mit diesen Aufgaben vertrauten, Pferden.
Dazu gibt es im Haus und Außenbereich viele kreative Beschäftigungen. Unsere Welt ist sonnig, bunt und leuchtend, geprägt von positiven Gedanken. Kunst, die Gartengestaltung, gemeinsame Bastelarbeiten, heilsames Malen, ist das was man findet im Tun. Malen und alle weiteren handwerklichen Tätigkeiten fördern die differenzierte Ausbildung des Willens und eine lebenspraktische Orientierung. Das Wichtige daran ist ein Tun ohne Wertung, freilassend in der Ausführung, in Farben und Formen. Viele Gefühle kristallisieren sich aus dem Tun heraus. Das intuitive Malen aus dem Unbewussten stärkt die Kräfte des Kindes auf sanfte Weise. Es schafft einen Ausgleich zur hektischen Welt. Ruhe und innerer Friede zieht in den Menschen ein. Die Kinder/Jugendlichen erleben ein ausprobieren können, sie lernen bildhaft und im gegenseitigen Miteinander.
Respekt ist in unserem Leben sehr wichtig, gegenüber jedem Menschen. Dies gibt als Grundstruktur eine Zufriedenheit die keinen Platz lässt zum Nachtragen, egal was geschieht. Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Eines der zentralen Punkte in unserem Leben sind gute Gedanken und der Glaube, das alles seine Berechtigung hat. Wir leben einen christlichen Hintergrund und, daraus resultierend, nächstenliebende Menschlichkeit.
Dazu gehört auch die Fähigkeit, ein Stück weit abwarten zu können wie sich Dinge entwickeln. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, für eigene Entscheidungen einzustehen und genügend Freiraum verschiedenste Dinge auszuprobieren. Natürlich mit einem wachsamen Auge und Unterstützung wo immer sie gebraucht wird.
Von Geburt an ist das Kind neugierig und aufmerksam. Es begegnet seiner Umwelt mit sensiblen Antennen und nimmt gierig alles auf, was sich ihm präsentiert. Genau diese Fähigkeit, diese natürliche Auffassungsgabe ist die Basis der Waldorfpädagogik. Der Blick des Kindes liegt dabei auf den Eltern oder Erziehern, sie sind sein Vorbild. Daher ist es von großer Bedeutung die Lebensgemeinschaft, die tägliche Umgebung so zu gestalten und darzubieten, dass das Kind von ihr lernen kann und sie nachahmungswürdig ist. Sinnesentfaltung wird gefördert, da Kinder sonst ihrer intellektuellen Fähigkeiten beraubt werden. So muss der Erwachsene sinnvolle Handlungsabfolgen vorleben. Tätig - Sein fördert das Denken des Kindes. Kinder müssen in gesunder Weise wahrnehmen können, nur so kann es seiner Umwelt ohne Vorurteile begegnen. Die Waldorfpädagogik pflegt die Fantasie, die Vorstellungskraft und den Willen, in dem er Kindern Raum und Zeit schenkt. Lernen und Reifen durch Freude und Leben mit der Fantasie entgegen vorgegebenen Einflüssen und der Bilderflut des heutigen Lebens.
Neben Krisenintervention, der Hilfe bei der emotionalen Entwicklung und dem sozialen Lernen möchte die Betreuerin den Kindern und Jugendlichen in allen Bereichen des Lebens Motivation mit auf den Weg geben, so dass sie zu einem späteren Zeitpunkt in eine eigenverantwortliche Selbständigkeit begleitet werden können. Dazu gehören eine klare Haltung, eine gesunde Wertvorstellung, Begeisterung für die unterschiedlichsten Dinge, konstruktive Ziele zu erarbeiten, aber auch Grenzen zu setzen.

Grundsätzliche Ziele

  • der Aufbau vertrauensvoller und tragfähiger Bindungen
  • Strukturierung des Tages und Wochenablaufs (z.B.Termine, gemeinsame Zeit)
  • klar strukturierte Ordnungsrahmen
  • gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten
  • individuelle Programmpunkte des Einzelnen fördern
  • Integration durch altersentsprechende Einbeziehung in häusliche Abläufe
  • Schaffung von Lern- und Übungsfeldern für die Gestaltung einer eigenständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung (putzen, waschen, kochen, einkaufen)
  • Gesundheits- und Hygieneerziehung (z.B Körper- und Zahnpflege, Vorsorge)
  • Gewährung der Aufsichtspflicht
  • spezielle Förderung bei Entwicklungsdefiziten, Förderung von Begabungen und Neigungen, schulische Förderung, Förderung im Sozialbereich
  • Herstellung von Erfahrungsfeldern zum Einüben sozialer Wahrnehmung, Fertigkeiten und Verhaltensweisen im häuslichen Rahmen und im äußeren Bezugsrahmen (Verwandtschaft, Nachbarschaft, Gemeinwesen)
  • Ausgleich bzw. Aufarbeitung von emotionalen und sozialen Defiziten
  • Unterstützung in der Verselbstständigung und in der Entwicklung einer Lebensperspektive
  • Bewältigung von Krisensituationen
  • bei Bedarf Entwicklungs- und Gesundheitsdiagnostik in Zusammenarbeit mit Ärzten Sozialpädiatrie, Psychologen, sowie Hinzuziehung passender therapeutischer Maßnahmen
  • Wahrnehmen von Impulsen, Stimmungen, Bedürfnissen und Interessen von Kindern/Jugendlichen sowie deren passende Integration in den Alltag
  • ständige Reflexion des Erziehungsprozesses mit Unterstützung des Koordinators
  • Vermittlung eines Bewusstseins für Normen und Werte
  • über den Umgang mit Tieren, den Eingang zu verantwortungsbewusstem Handeln erlernen
  • Unterstützung bzw. Beaufsichtigung bei der Erledigung der Hausaufgaben, der Wahl des geeigneten Hobbys bis hin zur Entwicklung eines passenden Berufswunsches und der Ausbildung zu dessen Verwirklichung
  • Verantwortung übernehmen und den Umgang mit Fehlern und Enttäuschungen aus dem Alltag lernen
  • langsames Heranführen an Eigenverantwortung
  • bewusst den Umgang mit Geld fördern
  • Konsequenzbewusstsein wecken, das eigenständige Handeln fördern
  • Talente und persönliche Erfolge des Kindes/Jugendlichen unterstützen und stärken
  • Einhaltung der im HPG festgelegten Regeln zur Zielerreichung

Elternarbeit

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist, wenn möglich, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem, der untergebrachten Kinder und Jugendlichen, zu erreichen. Soweit möglich oder sinnvoll werden die Eltern in die Arbeit der Betreuungsstelle miteinbezogen. Dabei werden die Vorgaben des Hilfeplanes umgesetzt.
Die Betreuer gehen davon aus, dass es für die Identitätsentwicklung des jungen Menschen wichtig ist, sich mit seinem Herkunftssystem auseinander zu setzen. Zur Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Vergangenheit gehört die direkte Arbeit mit den Eltern durch Informationsaustausch, die Biografie-Arbeit mit dem Kind/Jugendlichen und der je nach individueller Situation angemessene Kontakt zu seinem Herkunftssystem. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder- und Jugendlichen die Erlaubnis der Herkunftsfamilie benötigen, um sich in der Betreuungsstelle wohl fühlen zu können. Einem Loyalitätskonflikt der jungen Menschen soll so entgegengewirkt werden. Es werden aber auch Ablöseprozesse der Kinder und Jugendlichen unterstützt, wenn der Kontakt zu der Herkunftsfamilie nicht möglich oder von dieser nicht gewünscht ist. Besuchskontakte können bei Bedarf, einmal monatlich und in einem Umkreis von 75 km begleitet werden. In Zusammenarbeit mit Koordination und Jugendamt wird immer angestrebt eine individuelle Lösung zu finden.

Partizipation und Beschwerdemanagement

Entwicklungsadäquat werden die Kinder/ Jugendlichen mit in die Alltagsgestaltung, Wochenplanung und Freizeitgestaltung einbezogen. Die jungen Menschen können nach Absprache Spielkameraden in die Betreuungsstelle einladen. Das pädagogische Handeln wird mit den Kindern/ Jugendlichen altersadäquat reflektiert.
Sie werden nach ihren Wünschen und Interessen bzgl. der Hilfeplanung befragt, welche im Entwicklungsbericht dokumentiert und im Hilfeplangespräch thematisiert werden. Zu Beginn jeder Maßnahme werden die Kinder/ Jugendlichen über die Rolle, der im Hilfeprozess beteiligten Erwachsenen, informiert.
Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit die Koordinatorin bzw. dem Koordinator telefonisch zu kontaktieren und erhalten schriftliche Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten der Beschwerde.
Es wird zwischen dem Koordinator bzw. der Koordinatorin und den Kindern ein Vertrauensverhältnis erarbeitet und in regelmäßig stattfindenden Einzelgesprächen werden die Anliegen der Kinder thematisiert. Die Koordination wird bei Bedarf, Gespräche mit allen Beteiligten einfordern und dokumentieren und das belegende Jugendamt informieren.

Qualitätssicherung/ Begleitung durch den Träger

Die Betreuungsstelle wird in der Regel im 14-tägigen Rhythmus von dem Koordinator des Trägers besucht.
Die Koordinatorin/ der Koordinator gibt den Kindern und Jugendlichen Raum und Zeit Nöte, Ängste oder Sorgen mitzuteilen. Den Betreuern steht die Koordination beratend zur Seite. In Krisensituationen ist die Koordination jederzeit verfügbar, um vermittelnd tätig zu sein. Zur Qualitätssicherung werden monatlich alle Ereignisse schriftlich in Form einer Memo festgehalten und an die Koordination weitergeleitet. Als Vorbereitung auf das möglichst halbjährlich stattfindende Hilfeplangespräch, wird von den Betreuern ein Entwicklungsbericht der Kinder und Jugendlichen verfasst und dem belegendem Jugendamt vorgelegt.
Rechtsgrundlage für die Aufnahme in der sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft sind §34 und § 41 KJHG.

Stand Januar 2019