Betreuungsstellen - Auslandsmaßnahmen



Lebensgemeinschaft Andalusien

Methodische Grundlagen

Die Projektstellen bieten ein besonderes Angebot der Jugendhilfe im Ausland an, dass sich durch hohe Transparenz, gegenseitige Kontrollmechanismen auch nach außen hin, wöchentlicher kollegialer Supervision, Flexibilität, gegenseitiger Unterstützung mit sofortigen Entlastungsmöglichkeiten und permanenter Teamarbeit auszeichnet.

Es wurde sich bewusst für einen Zusammenschluss der einzelnen, autonom arbeitenden Projektstellen entschieden, da die Betreuer davon überzeugt sind, dass dadurch wesentlich flexibler, transparenter, effizienter und professioneller gearbeitet werden kann. Dies hat sich in der Vergangenheit auch bereits mehrfach durch sehr positiv verlaufende Jugendhilfemaßnahmen erwiesen. Zudem können die Betreuer jederzeit Auszeiten ermöglicht werden, um somit krisenhaften Entwicklungen vorzubeugen.

Die Lebensgemeinschaft definiert sich als freiwilliges gemeinsames Zusammenleben für eine bestimmte Zeit mit der Respektanz der Lebensgeschichte der Jugendlichen und den damit verbundenen Auffälligkeiten.

Ziel ist es, die individuellen Stärken und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zu erkennen, zu unterstützen und zu fördern.

Standort

Die Lebensgemeinschaften befinden sich in Südandalusien, ca. 100 km von Portugal entfernt, wenige Kilometer von der Atlantikküste, direkt an dem Nationalpark „Doñana“, eines der größten Naturschutzgebiete Europas. Wenige Kilometer entfernt liegt Almonte, eine ursprüngliche, spanische Kleinstadt mit sehr intaktem Gemeindewesen. Zu den örtlichen Behörden wieJugendamt, Poli-
zei etc. bestehen seit Jahren gewachsene, sehr positive Bezie-hungen.

Im Gegensatz zur Mittelmeerküste ist diese Gegend nicht touristisch geprägt, das Leben auf dem Land ist von großer Ruhe und Beschaulichkeit geprägt und bietet fast grenzenlose Möglichkeiten der Entfaltung.

In den Lebensgemeinschaften sind zahlreichen Tiere wie Pferde, Hunde und Katzen fest im Alltag integriert und wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Betreue

Die pädagogische Leitung und Verantwortung trägt eine staatl. anerkannte Erzieherin, Dipl. Sozialarbeiterin, Zusatzausbildungen in Diagnostik und Traumabewältigung. Sie hat viele Jahre im Stadt Jugendamt Bergisch Gladbach als Bezirkssozialarbeiterin gearbeitet, fast 20 Jahre als Leiterin in der eigenen Lebensgemeinschaft im Bergischem Land mit z.T. bis zu 5 schwer erziehbaren Jugendlichen in Deutschland, 7 Jahren in Andalusien mit sexuell missbrauchten und traumatisierten Jugendlichen und ausgeprägter Borderlineproblematik.

Zusätzlich gehören dem Team ein erfahrenes Ehepaar mit langjäh-riger Erfahrung im Bereich der Jugendhilfe an. Sie arbeiten eng zusammen mit der pädagogischen Leitung sowie dem Träger QuoVadis Jugendhilfe.
Er war 12 Jahre bei der Bundeswehr, unter anderem als Kampfschwimmer und Taucher, und hat dort im Bereich Mensch- enführung/Erwachsenenbildung gearbeitet. Er ist Kfz Mechaniker inklusive einer Schweißerausbildung.
Eines seiner Hobbies ist es, ferngesteuerte Flugzeuge, Schiffe und Autos zu bauen. Die Vermittlung von handwerklichen Fähigkeiten ist Bestandteil seiner pädagogischen Arbeit. Nach der Bundeswehr absolvierte er ein Studium zum staatlich geprüften Informatiker.

Die Ehefrau spielt mehrere Musikinstrumente. Ihre Leidenschaft ist das Kochen und hier vor allem die gesunde Ernährung. Sie ist ausgebildete Sozialversicherungsfachangestellte.

Die Finca, ca. 3 Kilometer von Almonte entfernt, verfügt über 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Wohnzimmer, Küche und einer großen Terrasse. Der Jugendliche hat in der Lebensgemeinschaft sein eigenes Schlafzimmer und sein eigenes Badezimmer. Das Wohnzimmer, die Küche und die große Terrasse dienen der gemeinsamen Benutzung.

Auf der Finca leben außerdem 7 Hunde und eine Katze. Die Tiere sind alle sehr anhänglich und lieben die Nähe zum Menschen.

Ein weiters Teammitglied ist ein staatlich geprüfter pädagogischer Freizeitsportleiter, der 10 Semester Sport- und Pädagogik in Köln und Düsseldorf studiert hat. Er war jahrelang bei der Lebenshilfe in Düsseldorf tätig. Er hat mit Jugendlichen bis Erwachsenen mit Downsyndrom gearbeitet. Des Weiteren hat er jahrelang Trainertätigkeiten und Übungsleitungstätigkeiten in verschiedenen Vereinen und Sportarten geleistet. Aufgrund seiner Tätigkeit als Trainer kann er auch Sportprogramme für Kinder- und Jugendliche, Kinder- und Jugendliche mit Koordinationsstörungen, übergewichtige Kinder und Jugendliche, Ausdauertraining individuell erstellen.

Er hat ebenfalls langjährige Erfahrungen im Bereich der Jugendhilfe.
In der Zusammenarbeit mit der pädagogischen Leitung betreut er Jungen in seiner Lebensgemeinschaft.

Die Projektstelle befindet sich in Matalascañas, ein Dorf unmittelbar an der Atlantikküste, eingebettet in den Doñana-Nationalpark, zwischen der portugiesischen Grenze und Sevilla.

Das Haus mit 4 Schlafzimmern und 2 Bädern, Wohnzimmer, Küche, Gemeinschaftswohnzimmer und einer großzügigen Terrasse befindet sich ca. 10 min vom Ortskern und ist fußläufig zu erreichen. Der Strand ist ebenfalls ca.10 min entfernt. Sowohl die Küche, als auch das Wohnzimmer und die Terrasse dienen zur gemeinsamen Benutzung. Der Jugendliche verfügt über ein eigenes Schlafzimmer und Bad. In der Projektstelle wohnt des Weiteren ein großer und äußerst geselliger Hund.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche können aus den unterschiedlichsten Gründen wie ständigen Entweichungen, Drogengefährdung, hohe Kriminalität, negativer Einfluss durch Peergroups, Wartezeiten auf einen Platz in einer Jugendhilfeeinrichtung etc. in eine ausweglose Situation geraten.

Für die Kinder und Jugendlichen bedeutet die deutliche räumliche Trennung von dem bekannten und vertrauten Milieu die Chance einer Neuorientierung in einer für ihn fremden Umgebung mit fremder Sprache und die Chance, sich ganz ohne Gruppendruck entwickeln zu können, eigene Ressourcen zu entdecken und ganz neue Erfahrungen machen zu können.

Die Lebensgemeinschaften bieten ein Angebot an Kinder und Jugendliche im Alter ab 12 Jahren, deren Entwicklung durch bisherige Lebenserfahrungen, Auffälligkeiten, Defizite zu gefährden droht und die einen ganz engen, intensiven Betreuungsrahmen benötigen.
Die Projektstellen bieten eine Krisenintervention mit einem Aufent-halt bis zu 3 Monaten an, bei Bedarf kann dies auch verlängert werden. Die Projektstelle kann Kinder und Jugendliche innerhalb von 24 Stunden in Deutschland in Obhut nehmen aufgrund einer eigenen Wohnmöglichkeit in Deutschland für Betreuer und Jugendliche. Von dort aus kann dann die Reise nach Spanien mit allen Verantwortlichen organisiert werden.

Es gibt ein spezielles Angebot für Heranwachsende und junge Volljährige, die aufgrund von Entwicklungsrückständen weiterhin Jugendhilfe benötigen, aber im Rahmen einer Nachbetreuung aufgrund fehlender eigener Kompetenzen überfordert sind und intensives Training zur Alltagsbewältigung benötigen. Diese „Trainingszeit“ ist für die Dauer von 6 Monaten konzipiert, bei Bedarf kann dies aber auch verlängert werden.

Zielsetzung

Schwerpunkt ist die ressourcenorientierte Förderung der individuel-len Entwicklung des einzelnen Jugendlichen.

Ziel ist die größtmögliche Autonomie der Jugendlichen mit der Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Die authentisch soziale Beziehung zwischen Betreuer und Jugendlichen in der Lebensgemeinschaft, die sich durch ständige Präsenz, Kontinuität und Authentizität auszeichnet, ist die Grundlage für eine zunehmend tragfähigeren und verläss-
licheren Vertrauensbeziehung als Voraussetzung, die ausschließlich an der individuellen Problemlage orientierenden Interventionsstrategien umsetzten zu können.

Ziel ist die adäquate Teilhabe am sozialen Leben mit der Voraussetzung der Entwicklung von Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit. Dazu gehört oftmals der Erwerb wesentlicher Fähigkeiten wie der Umgang mit sich selbst, dem Erkennen und der Respektanz des Gegenübers und der Umwelt, sozial anerkannten Verhaltensweisen, Erwerb von Fähigkeiten im schulischen Bereich als Grundlage für ein selbst bestimmtes Leben.

Die Projektstellen arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich mit dem Programm der „Flex Schule“. Hierbei können Jugendliche bis zum Erwerb des Hauptschulabschlusses in Deutschland beschult und begleit werden. Besonders bei Schulverweigerern haben die Betreuer die Erfahrung machen können, dass die Jugendlichen entdecken können, dass sie Fähigkeiten haben, um Wissen zu erlangen; das schafft Selbstbewusstsein für neue Aufgaben.

In den einzelnen Projektstellen wird bewusst jeweils nur ein Platz angeboten – und somit wird eine sehr hohe Betreuungsintensität mit gleichbleibenden Betreuungs- und Bezugspersonen gewährleistet.

Gefährdeten Jugendlichen im Hinblick auf Drogen und Kriminalität kann durch die hohe Präsenz der männlichen Betreuer und sehr flexiblen Einsatzmöglichkeiten einen dauerhaften drogenfreien Raum geboten werden - für manche das erste Mal in ihrem Leben seit Konsumierung. Dies schafft enormes Selbstbewusstsein und öffnet den Blick in ganz neue Zukunftsperspektiven. Der Raum, der früher benötigt wurde, um Drogen zu beschaffen, zu konsumieren, Drogenkonsum zu kaschieren, wird frei für neue Erlebnisse, Erfahrungen, Beziehungen.

Die Projektstellen setzen auch bewusst gemeinsam verbrachte Wochenenden und Freizeitgestaltungen und gemeinsame Reisen ein, um den Jugendlichen zu ermöglichen, Konflikt- Vermeidungsstrategien zu erlernen, Freundschaften zu entwickeln – immer mit der Möglichkeit, alles mit den Betreuern zu reflektieren und jederzeit eine Rückzugsmöglichkeit alleine in die eigene Lebensgemeinschaft zu bieten.

Aktivitäten

Durch die geografische Lage der Projektstellen Doñana in der Nähe zum Atlantik, bieten sich alle Arten von Wassersport an. Surf- und Kitekurse sind möglich, die beiden eigenen Pferde bieten die Möglichkeit reiten zu erlernen und Reitausflüge in die Doñana. Weitere Möglichkeiten sind u.a. Beachvolleyball, Radtouren, Kart - Fahren, Schwimmen, Wanderungen am Strand und in der Dünenlandschaft, Besuche im unmittelbar angrenzenden Doñana Nationalpark.

Ausflüge in die Surferhochburg Tarifa, Besuche in der andalusischen Metropole Sevilla, Wanderungen in der Sierra Arcena, Besuche von Tropfsteinhöhlen und Silberminen sind möglich.
Ebenfalls gibt es Möglichkeiten, mit einem großen eigenen Wohnmobil auf Reisen zu gehen und den Jugendlichen Erlebnisse auf engstem Raum zu vermitteln.

16+ und junge Erwachsen

Jungen Heranwachsenden und Volljährigen, die in der Jugendhilfe betreut und mit einer eigenen Wohnung oder Trainingswohnung überfordert sind, bieten die Projektstellen eine intensive Vorbereitung auf ein selbständiges Leben in Deutschland an. Es sind 6 Monate angedacht, dies kann aber auch verlängert bzw.verkürzt werden.

Ohne die üblichen Anforderungen, die an junge Volljährige in Deutschland gestellt werden, können sie hier in einem beschützten Rahmen Entwicklungsrückstände aufholen und nachreifen. Die Betreuer bereiten die Jugendlichen intensiv und umfassend auf die Verselbstständigung vor und trainieren den Alltag – als Vorbereitung für berufliche oder schulische Maßnahmen in Deutschland.

So ist z.B. der Umgang mit Alkohol auch ein Thema – junge Volljährige sehen in erster Linie die „Erlaubnis“ des Gesetzgebers, können aber nicht mit den Folgen von Alkoholmissbrauch umgehen. Die Betreuer verbieten nicht, haben aber Hausregeln und reflektieren mit den jungen Volljährigen die Konsequenzen ihres Handelns.

Den jungen Heranwachsenden und Volljährigen bieten sich in einer reizarmen Umgebung die Möglichkeit, gemeinsam mit den Betreu-ern schrittweise und individuell zu lernen, Selbstverantwortung mit deren Konsequenzen zu übernehmen. Der Betreuer kann individuell und intensiv mit dem Jugendlichen an dessen Defiziten arbeiten und ihn schrittweise für eine Verselbständigung vorbereiten.

Hierzu zählen u.a.:

  • Strukturierter Tagesablauf
  • Heranführen an einen geregelten Arbeitstag z.B. durch ein durch den Betreuer begleitetes Volontariat im Naturschutzgebiet Doñana
  • Einteilung Geld für Lebensmittel und Haushaltsführung
  • Einkaufsplanung
  • Umgang mit Strom und Wasser
  • Wäschepflege
  • Kochen und gesunde Ernährung
  • Bankmodalitäten

Die Projektstellen Doñana bieten dem Jugendlichen die Möglichkeit Einblick und Kenntnis in die verschiedensten Dinge zu erlangen wie z.B.:

  • Vermittlung von handwerklichen einfachen Tätigkeiten für
  • Renovierungsarbeiten
  • Vorbereitung auf den Führerschein
  • Welche Sicherheitsaspekte sollte man beachten?
  • Vermittlung von Erste Hilfe Fähigkeiten

Qualifizierte pädagogische Inobhutnahme und Krisenintervension

Jugendliche und junge Heranwachsende müssen oftmals aufgrund ihres Verhaltens ihr derzeitiges Lebensumfeld sofort verlassen – sei es, dass die Eltern überfordert sind, die aktuellen Jugendhilfeeinrichtung signalisiert, dass eine weitere Betreuung nicht mehr möglich ist, oder Jugendliche sich durch Verweigerung oder Entweichung der aktuellen Jugendhilfemaßnahme entziehen.

Oftmals überlagert die aktuelle Krise und die daraus resultierende Problematik den Blick auf neue Wege, da nur noch agiert aber nicht mehr pädagogisch sinnvoll gehandelt werden kann. Es drohen weitere Gefährdungsmomente wie Trebe, Kriminalität, strafrechtliche Konsequenzen oder Drogenmissbrauch für den Jugendlichen.

Die Projektstellen können innerhalb von 24 Stunden einen Jugendlichen in Deutschland aufnehmen und durch eine eigene Wohnmöglichkeit in Deutschland von dort dann entspannt die Reise nach Spanien umsetzten.

Die Projektstellen bieten allen Verantwortlichen die Möglichkeit, in Ruhe eine neue, pädagogisch sinnvolle Lebensperspektive für den Jugendlichen entwickeln zu können.

Durch die zeitliche Begrenzung von 3 Monaten und dem räumlichen Abstand zum bisherigen Lebensumfeld haben die Jugendlichen die Chance mit einer intensiven Begleitung zu reflektieren, neue Ressourcen zu entdecken und neue Zukunftsperspektiven für sich zu entwickeln. Dieser Aufenthalt kann bei Bedarf auch verlängert werden.

In enger Absprache mit Jugendamt und Vormund bereitet die Beteuungsstelle den Jugendlichen hier auf eine neue Jugendhilfemaßnahme oder neue Perspektive in Deutschland vor und kann ihn dann auch dorthin begleiten.

Die Betreuer haben hier den intensiven Blick auf den Jugendlichen, auf seine Sichtweise der Dinge, auf seine Empfindungen, Verhaltensauffälligkeiten und Defizite und bieten ihm Entlastung, Respektanz seiner Lebensumstände und Hilfsangebote, um seinen Defiziten zu begegnen.

Mehrfach haben die Betreuer erlebt, dass Schulverweigerer noch nicht mal über Basiswissen verfügten und mit Hilfe der Betreuer z.B. die Grundrechenarten erlernen konnten, was zu sichtbarer Erhöhung des Selbstbewusstseins des Jugendlichen geführt hat.

Gerichtlich verhängte Sozialstunden können hier in gemeinnützigen Einrichtungen wie Tierheim oder Arbeitsleistungen im Naturpark abgeleistet werden.

Elternarbeit

Für die jugendliche Identitätsentwicklung ist gerade in der Pubertät die Aufarbeitung der eigenen Biografie essentiell. In den Aufnahme-Hilfeplangesprächen und den weiteren HPGs wird, wenn möglich, die Kooperation mit der Herkunftsfamilie (Eltern, Geschwister) besprochen und vereinbart, so dass diese miteinbezogen wird in wichtige Entscheidungen und die Zukunftsplanung für das Kind. Dazu gehört auch die Regelung von Besuchs- und Telefonkontakten. Die Eltern können wertvolle Informationen über die Entwicklung ihres Kindes beitragen und durch eine gelungene Zusammenarbeit die weitere Entwicklung fördern. Dazu können Besuchs- und Telefonkontakte zwischen Eltern und Kindern hilfreich genutzt werden wie auch der niedrigschwellige Austausch zwischen Eltern und Betreuern. Im Falle unterschiedlicher Vorstellungen oder Konflikte kann die Koordination jederzeit vermittelnd und/oder beratend eingeschaltet werden.

Partizipation

Es ist der Projektstelle ein Anliegen, alle Ereignisse, Vorhaben und Entscheidungen, welche die Kinder und Jugendlichen betreffen, mit diesen zu besprechen, sie an Entscheidungen zu beteiligen und im Konfliktfall zu einer möglichst einvernehmlichen und pädagogisch sinnvollen Lösung zu kommen.

Beschwerdemanagement

Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit der Beschwerdeführung bei den regelmäßigen Besuchen und Kontakten (Telefon, Skype, mtl. Vorort Besuche) des Koordinators, ggf. des Vormundes und bei Hilfeplangesprächen. Sie können auch entsprechend telefonische Kontakte aufnehmen, ohne dass die Betreuer während der Telefonate zugegen sind. Ebenso steht ihnen die Möglichkeit offen, sich schriftlich oder telefonisch an Koordinator, Jugendamt, Vormund, Kontaktpersonen aus der alten Umgebung und Eltern zu wenden. Jeder Jugendlicher erhält zu Beginn der Betreuung ein Informationsblatt mit seinen Rechten.

Qualitätssicherung

Die Qualität der Arbeit wird sichergestellt durch:

  • In der Regel 14-tägige Besuche und Beratungsgespräche mit der Koordination
  • Austausch mit dem zuständigen Jugendamt
  • Entwicklungsberichte/ Hilfeplan
  • Kollegiale Supervision bzw. Einzelsupervision
  • Austausch mit anderen Projektstellen von QuoVadis-Jugendhilfe
  • Fortbildungen
  • Dokumentation

Das Betreuungsangebot auf den Grundlagen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII, §§ 35 und 41) ist ein Regelplatzangebot mit einem Betreuungsschlüssel von 1:1.

Stand: November 2017