Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen



Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft Dortmund

Standort

Der Ortsteil Dortmund Oespel hat eher einen Vorortcharakter. Die Verkehrsanbindung an Dortmund und zu den Nachbarstädten Witten und Bochum ist durch diverse Buslinien und die nahe S-Bahn gegeben. In den gut erreichbaren, umliegenden Städten gibt es alle Schulformen, sowie weiterführende Schulen und Maßnahmen über diverse Träger und Einrichtungen. Die Einbeziehung therapeutischer Angebote in die Betreuungsarbeit ist ebenfalls umsetzbar.
Die Lebensgemeinschaft bewohnt ein Fachwerkhaus mit großem Garten. In dem Haus befinden sich acht Zimmer und zwei Bäder sowie eine Dachgeschosswohnung.

Betreuerprofil

Die Lebensgemeinschaft wird von einer Sozialarbeiterin (grad.) geleitet. Sie ist Jahrgang 1950 und ist in verschiedensten Feldern der Sozialarbeit seit 38 Jahren tätig. Sowohl berufliche, wie persönliche Erfahrung und fachliche Zusatzausbildungen gehören zur Qualifikation:

  • staatlich anerkannte Sozialarbeiterin
  • Familiensysthemische Therapeutin
  • Mehrjährige Erfahrung in Supervision u. Gestalttherapie
  • Ausbildung in themenzentrierter Interaktion
  • Ausbildung zum NLP Practitioner

So bietet die Lebensgemeinschaft Kindern und Jugendlichen, mit einer schwierigen Lebenssituation, die eine familienähnliche Le- bensstruktur benötigen und/ oder eine Begleitung und Unterstützung zur Bewältigung und Erlangung eines selbstbestimmten Alltags, einen geschützten Lebensraum mit fachlicher Unterstützung.

Als Ergänzungskraft wohnt der Sohn(Jahrgang 1988) in der Dach- geschosswohnung. Im Nebengebäude wohnt die Tochter (Jahrgang 1977) mit Lebenspartner und Sohn.

Zielgruppe

Es gibt Platz für 2 junge Menschen ab 12 Jahren. Das Angebot gilt für m/w Kinder und Jugendliche. Menschen mit Behinderung sind ebenfalls willkommen.

  •  traumatisierte Kinder, die diagnostiziert sind, therapeutisch behandelt oder im Geschehen stehen
  • Kinder mit eigenwilligen Wahrnehmungs- u. Handlungsmustern und Überlebensstrategien
  • emotionale und erzieherische Vernachlässigung
  • Kinder mit Gewalterfahrung, sexuellem Missbrauch
  • Kinder mit geistiger und/ oder körperlicher Einschränkung

Suchtmittelabhängige oder massiv aggressive junge Menschen können auf Grund der häuslichen Gegebenheiten nicht entsprechend begleitet werden.
Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in dem Haus basiert auf der Rechtsgrundlage des § 27 i.V.m. § 34 SGB VIII (KJHG).
Die Aufnahme setzt einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung durch die Personensorgeberechtigten und eine entsprechende Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII voraus.

Betreuungsgrundlagen und Ziele

Die Unterbringung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten des Kindes.

  • dauerhafte Betreuung innerhalb der Lebensgemeinschaft, wenn gewünscht
  • Begleitung u. Förderung der Schul- Ausbildungsentwicklung
  • Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Lebensweltorientierung
  • Förderung des Sozialverhaltens
  • Beziehungsarbeit
  • Freizeitangebote
  • Zusammenarbeit mit Ämtern, Behörden, Schule, Ärzten etc.
  • Aufarbeiten und Kontakt zur Herkunftsfamilie, wenn sinnvoll
  • Biographiearbeit
  • Festigung des Selbstwertgefühls
  • Stärken erarbeiten
  • Alternativen zu negativen Verhaltensmustern erarbeiten
  • Eigene Grenzen erleben, akzeptieren und Bewältigungsstrategien erarbeiten
  • Stärken erkennen und festigen

Das Kind/ der Jugendliche erfährt demokratisches Denken und Handeln. Hier wird aufgefordert, motiviert, durch mitreden, mitgestalten und mitbestimmen aktiv Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen an eine eigenverantwortliche Lebensführung herangeführt werden (Partizipation). Zur Lebensgemeinschaft gehört ein kinderlieber Hund.

Qualitätssicherung / Beschwerdemanagement

Die Qualität der Betreuung ist durch die Erstellung und Überprüfung eines Erziehungsplanes sowie regelmäßig stattfindende Hilfeplangespräche gewährleistet.
Eine zusätzliche fachliche Begleitung findet durch regelmäßige Hausbesuche einer Dipl. Sozialarbeiterin als Koordinatorin statt, sie unterstützt und begleitet die Betreuungsstelle. Der Austausch mit dem zuständigen Jugendamt ist erwünscht, sowie eine Vernetzung mit Therapeuten und Ärzten. Die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen ist selbstverständlich, bei Bedarf wird Supervision in Anspruch genommen.
Das Kind/ der Jugendliche hat die Möglichkeit, sich kritisch bei der Koordination, dem Träger und dem Jugendamt über seine Maßnahme zu äußern. Hierzu stehen Telefon /Internet ungehindert zur Verfügung.
Siehe „Leitlinien Bundeskinderschutzgesetz, Beschwerdekonzept und Beteiligung“ auf der Homepage von Quovadis-Jugendhilfe.de.