Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen

Betreuungsstelle Wuppertal Schillerstraße

Standort

Die Betreuungsstelle ‚Hammerstein’ wird durch einen Dipl. Sozialarbeiter und eine Päd./Soz.Wiss. betreut und ist im Stadtteil Wuppertal-Vohwinkel gelegen.
Wie fast überall in Wuppertal findet sich auch hier eine multikulturelle und von allen Bevölkerungsschichten durchmischte Anwohnerschaft.
Die Stelle liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Haltestelle Hammerstein der Wuppertaler Schwebebahn, die die gesamte Talachse der Stadt Wuppertal verbindet.
Zahlreiche Schulen sind fußläufig erreichbar. Viele Schulen arbeiten integrativ oder mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten.

Das Haus Schillerstraße ist ein gründerzeitliches 8-Parteien-Wohnhaus. Die Anbindung an den innewohnenden Betreuer ist jederzeit möglich und ist in 24-stündiger Bereitschaft gegeben. Je nach individuellem Bedürfnis und Selbständigkeit der Jugendlichen lässt die räumliche Aufteilung eine mehr oder weniger große Autonomie zu.
Gegenüber der Betreuerwohnung liegt ein Appartement, das zur Betreuung der Jugendlichen zur Verfügung steht. Die weitere Wohnung in der dritten Etage hat zwei Zimmer, sowie Küche und Bad. Beide Wohnungen, die ganz nach den individuellen Wünschen - im Rahmen der Möglichkeiten – ihrer zukünftigen Bewohner gestaltet werden können, sind aktuell neu renoviert.
Gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten werden in Absprache mit den Betreuern geplant und sind pädagogischer Bestandteil des Miteinanders in dieser Wohngemeinschaft.
Alle notwendigen Regeln des Zusammenlebens werden gemeinsam erarbeitet und verabredet.
Die Jugendlichen sollen die Betreuung und Lebenswelt im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitgestalten und mitbestimmt erfahren.

Allgemeines

Als unumstößliche Regeln gelten:

  • Gewalt ist absolut tabu
  • Alkohol und Drogen sind Ausschlusskriterien
  • in den Räumen der Stelle darf nicht geraucht werden
  • Sprühflaschen und Feuerzeuggas sind untersagt
  • Fernbleiben ist abzusprechen
  • Eigentum ist zu respektieren
  • mindestens eine Mahlzeit täglich wird gemeinsam mit einem Betreuer eingenommen

Durch die gemischt-geschlechtliche Betreuung bietet diese Betreuungsstelle gesellschaftsrelevante Identifikationsmöglichkeiten in unterschiedlich einfordernden Lebensprozessen. Empathisch-authentisch pädagogisches Arbeiten setzt die Polarität von Nähe und Distanz als prozessorientiertes Ziel voraus. Mit Hilfe von personenzentrierter - individualpädagogischer Methodik fördert und fordert diese Betreuungsstelle durch Einüben von lebenspraktischen sowie realitätsbezogenen Handlungsstrategien die Verselbstständigung ihrer Bewohner.

Ziel ist es, die jungen Menschen zu verselbstständigen und mit einer positiven Zukunftsperspektive zu entlassen.
Der Betreuungsumfang richtet sich nach dem persönlichen Bedarf und Anspruch der zu Betreuenden sowie nach deren jeweiligem Entwicklungsstand.

Partizipation und Beschwerdemöglichkeit / Qualitätssicherung

Die Jugendlichen sind in die Mitgestaltung der Betreuung, der Lebenswelt und des Alltags altersentsprechend und je nach Entwicklungsstand einbezogen.
Bei der Aufnahme werden den Jugendlichen Funktionen der am Hilfeprozess beteiligten Personen adäquat erklärt und sie werden fortlaufend in die jeweilige Planung mit einbezogen.

Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, regelmäßig persönliche Gespräche mit der Koordinatorin zu führen. Die Kontaktaufnahme zur Koordinatorin/ pädagogischen Leitung der Einrichtung bei möglichen Problemen ist jederzeit durch die Betreuer gewährleistet.

Die Betreuungsstelle wird vor Ort fachlich eng durch die Koordinatorin betreut, um in Teamsettings den Entwicklungsverlauf zu reflektieren und anzupassen.
Die Betreuer nehmen regelmäßige Fortbildungen und kollegialen Austausch wahr.

Leistungskurzbeschreibung

  • Klare Strukturen und personelle Konstanz durch im Hause lebende Betreuer
  • Gesellschaftsrelevante Identifikationsmöglichkeiten in unterschiedlich einfordernden Lebensprozessen
  • Aufbau einer positiven, tragfähigen Beziehung zu den Betreuern
  • Schaffung eines selbst gestalteten Zuhauses
  • Einüben des Einhaltens von Absprachen und Regeln, einschließlich der verantwortungsbezogenen Übernahme von übertragenen Aufgaben
  • Förderung der Selbständigkeit der Kinder und Jugendlichen kann gewährleistet werden
  • Nähe und Distanz werden als prozessorientiertes Ziel angesehen und können durch die räumliche Aufteilung konsequent eingeübt werden
  • Aufbau einer positiven Erlebnisfähigkeit
  • Aufbau und Integration eines eigenen tragfähigen sozialen Netzwerks
  • Unterstützung bei der Organisation der täglichen Abläufe
  • Hilfe und Begleitung in medizinischen, finanziellen und rechtlichen Belangen
  • Individuelle Förder- und Entwicklungsziele sowie deren Dokumentation und Evaluation
  • Unterstützung bei Schulabschlüssen, Berufsfindung und Ausbildungsplatzsuche
  • Externe Therapie- und Freizeitangebote