Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen



Lebensgemeinschaft Wiehl

Standort

Wiehl hat eine idyllische Lage im Naturpark Bergisches Land, nur 30 Autominuten von Köln entfernt. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten wie den Wildpark, Schloss Homburg und die Tropfsteinhöhle, die alle fußläufig zu erreichen sind. Für sportliche Aktivitäten stehen das Freibad und die Eissporthalle zur Verfügung.
Im Ort selber sind verschiedene Kindergärten, eine Grundschule sowie weiterführende Schulen. Diese sind allesamt ca. 10 – 20 Autominuten entfernt. Sonderschulen sind ebenfalls schnell mit dem PKW zu erreichen.

Räumlichkeiten

Die Wohnung hat eine Wohnfläche von 115 qm. Das Badezimmer, Wohn- und Esszimmer sowie die Küche werden gemeinsam genutzt. Das Kinder- und Elternschlafzimmer steht zur persönlichen Verfügung. Bei Bedarf werden weitere pädagogische Fachkräfte hinzugezogen. Die Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft ist für eine Einzelbetreuung sehr gut geeignet.

Betreuerin

Das betreute Kind bzw. der Jugendliche lebt gemeinsam mit seiner Betreuerin in der großzügigen Wohnung. Die Betreuerin ist geprüfte und anerkannte Erzieherin mit über 20 Jahren Berufserfahrung als Erzieherin im Kindergarten und in der Heimbetreuung für Kinder und Jugendliche.

Zielsetzung

Fernziel der Arbeit ist die Hinführung zu einem autonomen und eigenverantwortlichen Leben. Zu den pädagogischen und thera- peutischen Zielen gehören:

  • Aufbau einer vertrauensvollen, tragfähigen Beziehung zu der Betreuerin
  • Festigung und Förderung des Selbstwertgefühls
  • Entwicklung eines Verständnisses für den Sinn von Regeln und Strukturen und deren Einübung
  • Vertrauen in eigene Stärken und Fähigkeiten aufbauen
  • Förderung von Konzentration, adäquater Wahrnehmung und Ausdauer
  • Förderung der koordinativen, grob- und feinmotorischen Fähigkeiten
  • Frustrationstoleranz steigern
  • Förderung von Eigenverantwortung und Selbständigkeit
  • Stärkung der Sozialkompetenz
  • regelmäßiger Schulbesuch mit dem langfristigen Ziel eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses
  • gegebenenfalls behutsame Aufarbeitung von Traumata und Entwicklung von Bewältigungsstrategien

Methoden

Die methodischen Grundlagen basieren auf den Erkenntnissen der modernen Pädagogik, verknüpft mit den langjährigen, praktischen Erfahrungen aus der Berufstätigkeit der Betreuerin. Besonders wichtig ist der Betreuerin, die bestehenden Ressourcen der Kinder und Jugendlichen zu erkennen und ihre Entwicklung zu fördern. Ebenso wichtig ist, sie in ihrer Individualität und Emotionalität zu respektieren und diese als Basis zur Weiterentwicklung zu nehmen.

Zu den Methoden gehören folgende:

  • durch das alltägliche Leben erlernt das Kind oder der Jugendliche förderliche, soziale und alltagspraktische Fertigkeiten und kann diese auf weitere Lebensbereiche anwenden
  • durch feste Rituale sowie konsequentes, aber liebevolles und positiv verstärkendes Erziehungsverhalten erhält das Kind oder Jugendliche Orientierung und kann klare, innere Strukturen ausbilden
  • das verlässliche Beziehungsangebot der Betreuer hilft, vorhandene Bindungsstörungen zu reduzieren und hoffentlich zu überwinden
  • das Einüben von Selbstkontrolle soll den Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Impulse zu kontrollieren
  • Bedürfnisse aufzuschieben und, daraus resultierend, angemessen zu handeln, langfristige Ziele zu erreichen und sich ihrer Selbstwirksamkeit bewusst zu werden
  • individuelle Unterstützung bei Hausaufgaben und regelmäßiger Austausch mit der Schule
  • Findung von individuellen Freizeitinteressen und Entfaltungsmöglichkeiten durch eine Vielzahl an Spielen und sportlichen Aktivitäten
  • Aufbau und Pflege von sozialen Kontakten (Schule, Nachbarschaft, Sportverein o.ä.)
  • ggf. regelmäßige Kontakte zu relevanten Bezugspersonen
  • ggf. externe therapeutische Unterstützung

Ausschlußkriterien

  • Drogenabhängkeit
  • Gewaltbereitschaft
  • Tierquälerei
  • Alkoholismus
  • schwer psychisch Erkrankte

Qualitätssicherung

Die Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft wird von einem BA Sozialpädagogen/Sozialarbeiter fachlich eng begleitet, erhält Supervision.

Partizipation

Die Kinder und Jugendlichen können jederzeit ihre Wünsche anbringen, z.B. was die Freizeitgestaltung betrifft, oder auch Kritik äußern. Die Pädagogen fragen die Kinder und Jugendlichen regelmäßig nach ihren Wünschen und nehmen diese auch ernst und setzen sie, wenn möglich, um. Freizeitaktivitäten werden mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam geplant. 
Vor den Hilfeplangesprächen wird ein Entwicklungsbericht erstellt, wo je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen, ebenfalls die Möglichkeit besteht, sich einzubringen und Wünsche zu formulieren. Diese werden dann im HPG gemeinsam mit dem Jugendamt besprochen.

Beschwerdemanagement

Der Koordinator der Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft bietet durch die regelmäßigen Hausbesuche ein Vertrauensverhältnis für die Kinder- und Jugendlichen als unabhängiger Ansprechpartner außerhalb der pädagogischen Lebensgemeinschaft. Die Jugendlichen können sich im Einzelgespräch an ihn wenden und Wünsche sowie Befindlichkeiten vortragen. Wenn erforderlich, führt der Koordinator vermittelnde Gespräche zwischen den Kindern und Jugendlichen und den Pädagogen.