Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen



Individualpädagogische Betreuungsstelle Wuppertal Hölken

Betreuer

Die individualpädagogische Betreuungsstelle Hoelken wird von einem Betreuer-Ehepaar geführt.
Für Vertretungssituationen stehen trägerinterne Fachkräfte zur Verfügung. Für Supervision und Fall-Supervision nimmt die Betreuungsstelle externe Unterstützung in Anspruch.

Das Konzept steht auf drei Säulen

  1. auf den beruflichen Erfahrungen als Sozialarbeiter in der stationären Jugendhilfe und als Sozialpädagogin in der ambulanten Jugendhilfe und auf all dem, was das Betreuerpaar im Studium, in Aus- und Weiterbildung, durch das Leben in Theorie und Praxis gelernt haben, und auf den Erfahrungen, die sie als Eltern von sechs Kindern gemacht haben
  2. auf den Gedanken und Gesprächen über fachliche und sachliche, über persönliche und klientenbezogene Fragen und Probleme, die die Betreuer führen, um sich weiterzuentwickeln, zu lernen und zu wachsen.
  3. auf die Überzeugung, dass die „schwierigen“ Kinder und Jugendlichen eine immer stärker werdende Herausforderung an ihren Lebensraum darstellen, darin aber auch eine hohe Entwicklungschance aller mit Ihnen konfrontierten Personen liegt. „Erziehung“ wie früher noch gelernt, wird mehr und mehr durch neue Einsichten, Mut und innere Arbeit ersetzt.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren, die sowohl die Ressourcen und die Bereitschaft mitbringen, auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichem Leben Unterstützung annehmen zu wollen. Jugendliche, für die aus den verschiedensten Gründen ein an allgemeingültigen Regelwerken angepasstes Setting nichtannehmbar ist.

Ort

Die Wohngruppe bietet Raum für zwei Jungen im Alter von 16-18 Jahren und älter, die aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte eine intensive pädagogische und sozialtherapeutische Begleitung benötigen. Die Betreuer bieten hier einen geschützten Rahmen, der zur Stabilisierung, Orientierung und Perspektivenentwicklung einlädt.
Die 110qm große Wohnung der Wohngruppe befindet sich in einem Mehrfamilienhaus innerhalb eines reinen Wohngebietes am Stadtrand zu Sprockhövel. In unmittelbarer Nähe liegen ausgedehnte Grünflächen und Wälder. Eine Bushaltestelle liegt direkt gegenüber dem Haus. Leicht zu erreichen sind die Kletterhalle „Wupperwände“ des Deutschen Alpenvereins, Wicked Woods (Indoorhalle für skaten, biken, bladen) sowie eine Parcouringanlage und ein Freibad. Desweiteren liegt in unmittelbarer Nähe der Kunstrasenplatz eines Fußballvereineins.
Es hat sich bewährt, dass der Jugendliche bei Einzug mit fachlicher Unterstützung sein Zimmer nach eigenen Vorstellungen farblich selbst gestaltet.
Aufgrund der reichen Arbeitsbiografie der Projektstellenleitung, vielfältiger Kontakte und der eigenen Freude am handwerklichen Tun gibt es mannigfache Angebote für die Betreuten, sich handwerklich zu erproben. Dabei ist vorrangig, dass die Jugend- lichen ihre ihnen entsprechenden Erfahrungen machen dürfen. Eigene Ideen sollen Raum haben- ein perfektes Resultat ist sekundär. Gleiches gilt auch für die Betätigung im sportlichen Bereich.

Ziel

„Jugendhilfe soll im Rahmen eines ganzheitlichen und präventiven Ansatzes lebensräumliche Hilfen etablieren, die im Sinne des §1 SGBVIII(KJHG)

  • unge Menschen in ihrer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern
  • Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen
  • dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und deren Familien zu schaffen“ ( nach § Abs. 1 SGB VIII )

Weiterhin umfasst die Arbeit :

  • Empathische und unterstützende Beziehungsangebote
    • Ressourcen- und lösungsorientierte Pädagogik
    • die Unterstützung, Begleitung und Beratung unter Berücksichtigung des Systemischen Ansatzes
    • die individuelle Perspektivenentwicklung sowie Unterstützung bei der Umsetzung
    • Begleitung und Unterstützung von ambulanter oder stationärer Therapie
    • Freizeitprojekte
    • Einüben sozialer und lebenspraktischer Kompetenzen
    • Vorbereitung auf eine eigenständige Lebensführung oder Wiedereingliederung in die Familie
    • Individuell ausgerichtete Elternarbeit

Mit dem Ziel :

  • adäquate schulische und berufliche Qualifikation
    • Förderung der Beziehungs- und Konfliktfähigkeit
    • Befähigung zur selbständigen Bewältigung alltäglicher Anforderungen
    • Förderung eines sinnvollen Umgangs mit der Freizeit
    • Vermittlung von sozialen Kompetenzen
    • Förderung von Belastungs- und Leistungsfähigkeit
  • Erhöhung des Selbstwertgefühls sowie Stärkung des Selbstvertrauens

Es ist eine 24-stündigeVerfügbarkeit einer sozialpädagogischen Fachkraft gegeben.
Die Zielsetzung ist, Hilfestellung zu bieten hin zur Übernahme der Eigenverantwortung für das eigene Handeln (allen „Zufällen“ und Schuldzuweisungen gegenüber der Gesellschaft oder Dritten zum Trotz) - „Dafür kann ich nichts - gibt es nicht.“

Beschwerdemanagement

Über die Möglichkeiten sich bei Bedarf zu beschweren, werden die Jugendlichen bei Aufnahme informiert. Zu diesem Zweck erhält der Jugendliche die notwendigen Kontaktdaten des für ihn zuständi-gen Koordinators. Darüber hinaus sind bei den regelmäßigen Besuchen grundsätzlich Einzelkontakte zwischen Koordinator und dem Jugendlichen vorgesehen.

Selbstverständlich ist bei allen Angeboten die Partizipation der Jugendlichen - ohne deren Mitwirken und sich einbringen ist jedes Angebot ohne Substanz.